Stimmenrechte in der Weltbankengruppe
Bei der Findung von zukunftsweisenden Beschlüssen und bei der Wahl der Präsidenten der verschiedenen Organisationen haben alle Länder Stimmrecht. Dieses ist nach dem Anteilseigentum an den Organisationen ausgerichtet, wie dies beispielsweise auch bei Aktiengesellschaften zum Teil der Fall ist. Somit haben die Länder mit den höchsten Einlagen das höchste Stimmrecht.
Der Anteil und das Stimmrecht liegt im Falle Deutschlands bei allen Organisationen um die 5%, bei der IDA sogar 7%. Dabei ist der Einlagenanteil zwar immer um wenige Promille höher als das Stimmrecht, jedoch wird dadurch den kleineren und ärmeren Ländern einen größes Mitspracherecht in der Weltbankengruppe gewährleistet.
Anteilsmäßig haben die USA immer über 15% des Stimmrechts, Japan ist der zweitgrößte Eigner der Organisationen mit gut 7%. Nach Deutschland folgen auf Rang vier und fünf Großbritannien und Frankreich. Insgesamt haben sowohl die Vereinigten Staaten, als auch die großen europäischen Staaten, wie ebenfalls im Internationalen Währungsfonds, stets mehr als 15% des Stimmrechts, wodurch teilweise auch Beschlüsse, die mit 85% der Stimmen gewählt werden müssen, von durch diese Staaten blockiert werden können.